Gartenspaziergang: Ein Arbeitstag im Freien

Eine Woche lang hat es geregnet, heute kann ich endlich wieder draußen werken. Und nehme euch mit zu einem Gartenspaziergang: Wir sehen dem Gemüse beim Gedeihen zu, den Blumen beim Blühen, und setzen viele neue Pflänzchen ein.

Der Gartenspaziergang führt mich zuerst ins Glashaus. Die Eisheiligen sind vorbei, bestimmt kann ich einige der dort in sicherer Wärme geparkten Pflanzen endlich ins Freie übersiedeln. Und wirklich: Der Feigenbaum trägt bereits Früchte. Seinem Freiluft-Dasein steht nichts mehr im Weg. Und wo ich schon dabei bin, schleppe ich gleich noch alle anderen im Glashaus geparkten Pflanzentöpfe nach draußen. Auch Erdbeeren, Physalis, Paradeiser, Artischocken, Paprika, Chili und Melanzani warten schon geduldig auf ihren Platz im Beet. Da die Eisheiligen endlich vorbei sind, dürfen sie heute dem Feigenbaum und seinen Kollegen ins Freie folgen.

Gemüse, Unkraut, Erdbeerpflanzen.

So führt mein nächster Weg zu den Hochbeeten. Kurze Bestandsaufnahme: Salat und Radieschen gedeihen prächtig, selbst der Vogerlsalat sieht bis jetzt noch ziemlich fit aus (und der hat mir in den vergangenen Jahren oft Schwierigkeiten bereitet). Meine neuen Gartenhandschuhe kommen nun beim Einpflanzen von Artischocke, Paprika und Chili zum Einsatz – und sind nach kurzer Zeit nicht länger neu. Auch Physalis, die Lieblingsfrüchte der erstgeborenen Enkeltochter, setze ich ein. Ein paar im Freien, und sicherheitshalber auch ein Pflänzchen im Glashaus. Im Herbst werden wir sie wieder gemeinsam naschen.

Der Gartenspaziergang geht weiter – und nun kann ich nicht länger so tun, als würde ich das wuchernde Unkraut nicht sehen, das nach dem vielen Regen überall sprießt. Eine ganze Scheibtruhe voll zupfe ich aus. Dann belohne ich mich mit der ersten reifen Erdbeere des Jahres (leider mangels Sonne ziemlich sauer) und schmachte einen kurzen Moment lang alles an, was im Garten in Blüten steht.

Meine Enkel lieben nichts mehr als Erdbeeren, außer vielleicht das Ernten derselben. Die Kletter- oder Ananas-Erdbeeren setze ich also strategisch direkt neben dem Kinderhaus. Als Kletterstütze verwende ich eine Stahlleiter, die mein Mann selbst geschweißt hat. Ein paar Pflanzen sind noch übrig. Ich krame also unter Schweiß den in den Tiefen eines Abstellraums vergrabenen roten Topf (ja, es muss genau dieser rote Topf sein!) hervor und bepflanze ihn auch noch.

Und weil ich gerade so in Fahrt bin, mir aber die setzbaren Pflanzen ausgegangen sind, fahre ich flugs zum Gartenmarkt und kaufe noch mehr Salat, Süßkartoffel, Kohlrabi, Rote Rüben, Porree und Stangensellerie. Denn wenn morgen auch die Sonne scheint, brauche ich schließlich wieder was zu tun, oder?

 

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