Buschbohnen setzen

Heiß ist’s. Die richtige Temperatur, um Buschbohnen zu setzen. Da ich keinen Saat-Platz mehr habe, lege ich flugs ein neues Beet an. Wie ich das mache, lest ihr in diesem Beitrag – und außerdem, welche Saat-Weisheiten sich um die Buschbohnen ranken.

Buschbohnen haben es gern warm und sonnig, sie können von Mitte Mai bis zum Ende des Sommers gesetzt werden, und beginnen ab etwa 15 Grad Bodentemperatur zu keimen. Die 15-Grad-Marke haben wir bereits weit überschritten. Da mir aber bereits der Platz in den Beeten ausgegangen ist, lege ich ein neues an. Dann steht dem Buschbohnen setzen nichts mehr im Weg.

Anlegen eines (Buschbohnen-)Beets.

Direkt vor dem Glashaus grabe ich also einfach ein Stück Wiese um und mische ein bisschen Komposterde unter die Wiesen-Erde (wie ihr selbst Komposterde herstellt, lest ihr hier). Zufällig habe ich noch ein paar alte Dachziegel herumliegen (wer nicht?), mit denen ich den Rand des Beetes abstecke – und verschönere. Bevor die Böhnchen in die Erde kommen, reche ich alles gut durch. Dann mache ich kleine, flache Grübchen mit etwa 40 Zentimeter Abstand in die Erde. In jede Grube kommen fünf bis sechs Bohnen. Ein bisschen Erde darüber, leicht andrücken, eingießen – fertig.

Buschbohnen setzen ist also ganz einfach. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte und die Muse dazu hat, dem kann ich noch ein paar alte Gärtner-Weisheiten mit auf den Weg geben, an die ich mich zum Teil selbst seit über 30 Jahren halte.

Buschbohnen setzen: Fünf Weisheiten.

Denn schon 1986 hat mir meine Schwester zu Weihnachten das schlaue Garten-Buch geschenkt, das ich immer noch regelmäßig aus dem Regal hole: „Was die Großmutter noch wusste“ von Kathrin Rüegg und Werner O. Feißt. Zum Thema Buschbohnen hat das Buch besonders viel zu sagen. Denn obwohl sie eher tief wachsen und nicht in die Höhe klettern, ranken sich viele Weisheiten um sie:

  1. Böhnchen wollen sortiert werden, in gute und schlechte. Das geht am einfachsten, indem man das Saatgut in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser legt. Alle Bohnen, die an die Oberfläche steigen, eignen sich nicht mehr zum Einsetzen: Denn sie sind entweder verwurmt oder vertrocknet.
  2. Die Bohnen wachsen am schnellsten, wenn man sie für 12 bis 24 Stunden in lauwarmem Wasser vorkeimen lässt. Dafür bin ich – einige mögen es bereits ahnen – zu ungeduldig. Wenn das Wetter passt, will ich die Bohnen sofort in die Erde legen. Da gibt es kein Zurückhalten.
  3. Offenbar sind Bohnen neugierige Pflänzchen, denn man soll sie nur so tief in die Erde stecken, dass sie die Gärtnerin noch vorbeigehen sehen. Das mag bei manchen ein gewisses Gefühl des Beobachtet-Werdens auslösen, hilft den Böhnchen allerdings beim Gedeihen.
  4. Am liebsten ist es den Buschbohnen, wenn sie bei zunehmendem Mond und zu Mittag, idealerweise zwischen 11 und 12 Uhr, gesetzt werden. Ersteres scheitert an meiner Ungeduld, aber die Freude mit der Mittagsstunde mache ich ihnen gern. Kann ja nicht schaden.
  5. Die Buschbohnen haben gern Gesellschaft im Beet, und zwar bevorzugt von Kapuzinerkresse. Diese scheint ein netter Zeitgenosse zu sein, hält sie doch Blattläuse fern, ist nebenher ein „hübscher Bodenabdecker“ und schmeckt hervorragend zu grünem Salat.

Bis zur Buschbohnen-Ernte wird es etwa zwei Monate dauern – je höher die Temperaturen, umso schneller wird es gehen. Bis dahin werde ich regelmäßig gießen und von Zeit zu Zeit den Boden lockern (das stört etwaige Wurzelfliegen-Puppen). Und dann freue ich mich auf einen köstlichen Bohnensalat.

 

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