Die Nächte sind nach wie vor immer wieder frostig – das tut unseren Setzlingen nicht gut. Deshalb dreht sich heute alles um den Frostschutz im Garten. Wir zeigen euch unsere improvisierte Frostschutz-Vorrichtung im Glashaus. Und dazu gibt’s noch ein paar schnelle Tipps, wie ihr Pflanzen, die bereits im Garten sind, im Frühling vor Frost schützen könnt.
Das Aprilwetter hat dieses Jahr schon im März Präsenz gezeigt. Und nachdem ich das jüngste Schneetreiben eine Weile vom Fenster aus beobachtet habe, ist mir eingeschossen, dass das meinen Setzlingen im Glashaus zum Verhängnis werden könnte. Das ist nämlich nicht beheizt, und in der Nacht kühlt es ganz schön ab. Daher muss gebastelt werden. Ich begebe also mich wiedermal in die Tiefen meiner Kammer der entbehrlichen Notwendigkeiten, in der immer wieder Dinge auftauchen, die selbst in wirklich gut sortierten Haushalten nur sehr selten zu finden sind. Zum Beispiel: Riesige Plastikfolie. Ebendiese nagle ich in die Pfosten des Glashauses, sodass über meinen Setzlingen eine Art Zelt entsteht. Und in selbiges stelle ich einen kleinen Heizstrahler, den ich auf so niedriger Stufe laufen lasse, dass es immer ein paar Plusgrade hat.


Unser improvisierter Frostschutz im Garten ist aus logistischen Gründen wohl nicht überall umsetzbar – aber zum Glück gibt es ja auch andere Möglichkeiten:
Frostschutz im Garten: 7 schnelle Tipps
- Besondere Sorgenkinder sind in frösteligen Frühlingsnächten Topfpflanzen, denn da die Erdmenge im Topf begrenzt ist, friert sie besonders schnell durch. Damit das nicht passiert, kann man die Töpfe warm einpacken: Etwa mit Zeitungspapier (oder Stroh) und Luftpolsterfolie umwickeln.
- Eine weitere Möglichkeit ist, die Pflanzentöpfe im Boden einzugraben – solange dieser noch nicht gefroren ist.
- Auch Laub am Topfboden dämmt und sorgt für ein wenig mehr Wärme.
- Töpfe, die an der Hauswand stehen, haben es etwas wärmer als freistehende.
- In größeren Beeten kann man den Boden um die Pflanzen mit Laub oder Reisig bedecken.
- Für kleine Setzlinge kann man aus alten Plastikflaschen eine Art Glashaus basteln: Dafür einfach den Flaschenboden abschneiden und die Flasche über die Pflanze stülpen, zum Durchlüften untertags den Deckel öffnen.
- Größere Pflanzen sind etwas geschützter, wenn man sie mit zwei Lagen Zeitungspapier bedeckt.

Wie geht es euren Pflanzen bei den Temperaturen, und was unternehmt ihr, um sie zu schützen? Schreibt uns eure Tipps gern in die Kommentare 🙂
Wenn ihr Lust auf mehr Gartenbeiträge habt, schaut mal in unsere Kategorie „Garten und Hof“ – dort gibt es zum Beispiel diese Beiträge:
Aussaat mit Klopapier: Vom Hamsterkauf zum Selbstversorger
Rote Rüben säen: Aussaat, Pflege, Ernte – und ein Rezept



Hallo liebe Torftrottel,
schön, dass eure Winterpause beendet ist. Ich hoffe, ihr seid gut durch diesen kalten Winter gekommen.
Jetzt juckt es in den Fingern, etwas im Garten zu machen und eure Tipps sind wie immer hilfreich und interessant.
Was den Frostschutz anbelangt, habe ich leider kein so tolles Gewächshaus, aber dafür alle verfügbaren Fensterbretter im Haus belegt.
Draußen im Hochbeet verwende ich auch durchsichtige Plastikbehälter, z. B. vom Winterfutter für Vögel, kleine Eimerchen von sauren Gurken und große Joghurtbecher, denen ich den Boden herausschneide oder eben die von euch erwähnten Plastikflaschen.
Diese Methode eignet sich später auch als Schutz vor Schnecken.
Die zu überwinternden Töpfe im Schuppen haben wir in besonders kalten Nächten mit Teelichtern unter Tontöpfen gewärmt.
Wünsche euch viel Spaß und Erfolg bei der kommenden Frühlingsarbeit.
LG Angi