Fisolen-Ernte: Tipps und eine Rezeptidee

Fisolen kann man bereits etwa acht Wochen nach der Aussaat ernten. Heute haben wir ein paar Tipps für euch, was es dabei zu beachten gilt – und eine köstliche, einfache Rezeptidee, um den Hunger nach der Fisolen-Ernte zu stillen. 

Den heutigen Tag haben mein Mann und ich damit verbracht, uns um die Bienen zu kümmern und Honig zu schleudern – fünf Stunden lang. Nun ist es bereits früher Nachmittag, wir sind müde und uns plagt der Hunger. Einkaufen fahren steht in diesem Zustand nicht ganz oben auf meiner Prioritätenliste, in Sachen Vorräte waren wir aber schon mal besser aufgestellt. Also drehe ich eine Runde durch den Garten um nachzusehen, ob nicht irgendetwas Essbares zufällig über Nacht reif geworden ist. Und tatsächlich: Die Fisolen sehen aus, als wären sie bereit, gepflückt zu werden. Los geht’s also mit der Fisolen-Ernte.

Fisolen-Ernte: Tipps und Tricks

Je nachdem, wann man sie ausgesät hat, kann man Fisolen von Juni bis Oktober ernten. Am besten schmecken sie, wenn sie bei der Ernte noch relativ zierlich sind, die Samen sich also noch nicht durch die Hülle wölben. Meist sind die Samen dann noch kleiner als einen Zentimeter.

Reif sein sollten die Fisolen natürlich trotzdem. Und ob sie das sind, kann man leicht feststellen, indem man sie durchbricht. Ist die Bruchstelle glatt, grün und saftig, hat man den optimalen Erntezeitpunkt erwischt und kann die Bohnenhülsen ganz oben mit den Händen abpflücken. Im Idealfall bei trockenem Wetter (dann verbreiten sich Krankheiten nicht so schnell) und vorsichtig, damit man die Triebe nicht verletzt. Erntet man sie regelmäßig, wachsen immer wieder neue Bohnen nach.

Nach der Ernte sollten Fisolen relativ schnell verarbeitet werden, kurze Zeit kann man sie aber roh und trocken lagern oder einfrieren. Das wird angesichts unseres Hunger-Levels heute nicht notwendig sein. Da rohe Fisolen giftig sind, müssen wir aber zumindest noch die Zeit aufbringen, sie zuzubereiten.

Fisolen zubereiten: Fisolen-Erdäpfel-Gemüse

Da mein Mann ein ausgezeichneter Koch ist, überlasse ich ihm diese Aufgabe und putze in der Zwischenzeit alles, was im Zuge der Honigschleuderei zum Einsatz gekommen ist. Vielleicht lenkt mich das ja vom Hunger ab. Und nach einer halben Stunde schallt schon die freudige Botschaft durch’s Haus: „Essen ist fertig!“ Mein Mann hat ein köstliches Fisolen-Erdäpfel-Gemüse gezaubert. Und verrät uns auch gleich, wie das geht:

Zutaten:

60 Gramm Fett (Öl oder Schmalz)
80 Gramm Mehl
½ Kilo Fisolen
¾ Kilo Erdäpfel
Dill, Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Die Erdäpfel werden geschält und geviertelt, die Fisolen geputzt und in kleine Stücke geschnitten. Kocht beides weich, und bereitet in der Zwischenzeit eine Einbrenn vor:

Erhitzt dazu das Fett, fügt das Mehl hinzu und lasst beides langsam auf kleinem Feuer schön braun anrösten. Danach gießt ihr es einfach mit Wasser oder Suppe auf – oder, wie wir heute, mit dem Gemüse-Kochwasser – und rührt, bis eine cremige Konsistenz entsteht.

Das Gemüse zur Einbrenn mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, gehackten Dill dazugeben – fertig!

Und wenn uns das nächste Mal der Hunger plagt, werden wir ein paar Buschbohnen für einen frischen Fisolensalat ernten 🙂

Hier könnt ihr in der Zwischenzeit nachlesen, wie Fisolen gesetzt werden und welche Weisheiten sich um sie ranken.

Wie ist eure Fisolen-Ernte gelaufen, habt ihr schon was Gutes daraus zubereitet? Wir freuen uns über eure Berichte, schreibt sie gern in die Kommentare 🙂

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