Handcreme selber machen: Eine schnelle Anleitung

Trockene Hände? Wir haben das Mittel dagegen: Eine selbstgemachte Handcreme. Gut verträglich, da nur drei Zutaten drin sind. Schnell einziehend, natürlich. Und gleichzeitig so pflegend, dass sie auch die empfindlichsten Hände vorm Austrocknen schützt. Handcreme selber machen: So geht’s!

Der Sommer 2020 hinterlässt langsam körperliche Spuren: Stetige Gartenarbeit kombiniert mit häufigem Händewaschen haben dazu geführt, dass meine Hände einer rauen Wüstenlandschaft gleichen. Zwar mehr erdig als sandig, aber nicht weniger trocken. Wie der Wüstenwanderer, so sucht auch die händewaschende Gärtnerin nach einer Oase. Und da die Frau bekanntlich selbst ist, wird in die Hände gespuckt (nein, nicht wörtlich, das wäre dieses Jahr ja gänzlich unpassend!) und die pflegende Handcreme selber gemacht. Macht ihr mit? Es dauert nicht lang, und ihr braucht wiedermal nur ganz wenige Zutaten: Drei an der Zahl.

Handcreme selber machen: Eine schnelle Anleitung

Für etwa zwei Tiegel braucht ihr:

  • 25 Gramm Kokosöl
  • 60 Gramm Kakaobutter
  • 15 Gramm Mandelöl
  • Und, wenn ihr wollt, ätherische Öle: zum Beispiel Lavendel- oder Teebaumöl

Zutaten für Handcreme

Wie die Kokospalme in der Oase Schatten spendet, so spendet das Kokosöl in der Handcreme Feuchtigkeit: Wir schmelzen es in einem Wasserbad.

Kokosöl im Wasserbad schmelzen

Jetzt kommt die Kakaobutter dazu (wir stellen uns einfach vor, dass der dazugehörige Baum auch in der Oase wächst). Die duftet nicht nur fantastisch, sondern pflegt richtig intensiv. Ganz viele essentielle Fettsäuren sorgen dafür, dass sich spröde Trockengebiete wieder in etwas zartere Hände verwandeln.

Kakaobutter und Kokosöl schmelzen

Sobald auch die Kakaobutter geschmolzen ist, nehmen wir unsere Creme-to-be vom Herd und rühren das Mandelöl ein. Das hat sich schon in unserem Lippenbalsam bewährt. Ihr wisst schon: Duftet, pflegt, ist gut verträglich.

Mandelöl in Handcreme rühren

Und nun sind wir eigentlich schon fertig. Alles drin, was es für eine Handcreme braucht. Wir wollen es heute noch ein wenig duftender haben. Vielleicht als Gegengewicht zum stechenden Desinfektionsmittel-Geruch. Also fügen wir ein paar Tropfen ätherisches Öl dazu: Lavendel-, und ein bisschen Teebaumöl. Ersteres entspannt, zweiteres ist antiseptisch, beide zusammen unser diesjähriges Handcreme-Dreamteam.

Ätherisches Öl in Handcreme träufeln

Wir füllen die Creme nun, solange sie noch flüssig ist, in kleine verschließbare Dosen. Eine Oase im Tiegel, sozusagen. Die Creme muss nun über Nacht ziehen, und kann dann nach Belieben auf rauen Körperstellen verteilt werden. Sie zieht sogar recht schnell ein. Ein Tiegel kommt zum Waschbecken, einer auf’s Nachtkasterl. Fertig!

Handcreme in Tiegel füllen

Nun noch der Schnelldurchlauf.

Handcreme selber machen in 5 Schritten:

  1. Kokosöl im Wasserbad schmelzen.
  2. Kakaobutter dazugeben, auch schmelzen lassen.
  3. Vom Herd nehmen, und Mandelöl hinzufügen.
  4. Eventuell auskühlen lassen und ätherische Öle nach Geschmack in die Creme tröpfeln.
  5. Creme in Tiegel füllen und über Nacht ziehen lassen.

fertige selbstgemachte Handcreme

 

Wollt ihr eure Hände schon beim Waschen pflegen? Hier ist unsere Anleitung für selbstgemachte Ringelblumenseife.

Freunde des Mandelöls bekämpfen spröde Lippen bestimmt gern mit unserem selbstgemachten Lippenbalsam mit Honig.

Und wer gern den ganzen Körper weichpflegen möchte, dem empfehlen wir unsere Baderosen mit Kakaobutter.

Viele weitere Anleitungen gibt’s in unserer Kategorie Handgemacht!

 

3 comments Add yours
  1. Liebe Torftrottel

    Gestern Nachmittag hab ich schon die fehlenden Zutaten gekauft (Kakaobutter war aus). Heute Abend wird angerührt. Ich nehme nur das Teebaumöl. Diese erdige Geruch ist unwiderstehlich. Und am Wochenende wir getestet, ob die Creme hält was von euch versprochen wird. (War bei euren Rezepten bis jetzt immer so.) Freu mich schon.

    Ganz liebe Grüße
    euer Leo aus dem Mühlviertel

  2. Liebe Torftrottel

    Gerne. Hier mein erster Testbericht: Also die Creme ist mir super gelungen (allerdings erst beim 2. Versuch. Ich bin immer zu ungeduldig und habe zum Erwärmen des Kokosöls auf das Wasserbad verzichtet….). Das zweite Ergebnis kann sich allerdings sehen (fühlen) lassen. Von meinen Lieben werde ich nur mehr „Samtpfötchen“ genannt. Und sie riecht sooooo gut.

    Ganz liebe Grüße
    euer Leo aus dem Mühlviertel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.