Umstieg zur Bio-Imkerei: So entsteht Bio-Honig

Der Torftrottel-Blütenhonig ist ab sofort bio! Gerade haben wir unseren ersten offiziellen – nämlich zertifizierten – Bio-Honig geerntet. Wie unser Umstieg zur Bio-Imkerei abgelaufen ist, lest ihr in diesem Beitrag. Und wir nehmen euch wiedermal mit zum Honig-Schleudern.

 Es ist Ende Juni, und wir befinden uns bereits mitten in der Honig-Ernte-Saison. Das erste Mal haben wir heuer am 13. Juni geschleudert, das zweite Mal am 20. Juni. Unsere sieben Bienenvölker hatten diese Jahr so ihre Schwierigkeiten, denn das Wetter war der Honigproduktion nicht sehr zuträglich. Zum Glück aber hat es die Akazienblüten heuer nicht verregnet – die Bienchen haben wieder fleißig produziert. Und zum ersten Mal ist es zertifizierter Bio-Honig, der am Ende aus der Schleuder rinnt. Mit nur 16-17% Wassergehalt ist die Qualität des Honigs perfekt. Übrigens habe ich heuer zum ersten Mal eine volle Wabe abgewogen: In nur einer Wabe waren ganze 1,5 Kilo Honig. Wie das mit dem Honigschleudern ganz konkret abläuft, haben wir euch in diesem Beitrag Schritt für Schritt beschrieben.

Bienenwabe

Bio-Imkerei

Umstieg zur Bio-Imkerei: 3 organisatorische Schritte

Seit wir Bienen haben, haben wir bei der Imkerarbeit biologisch gearbeitet. Nun wollten wir es offiziell machen. Beim Umstieg zur Bio-Imkerei hat uns ein erster Weg zu Bio Austria geführt, wo unser Hunger nach Infos schnell gestillt wurde; schnell haben wir alle Schritte in die Wege geleitet:

  1. Will man einen Bio-Betrieb führen, wird man zuerst mal Mitglied bei Bio Austria.
  2. Nun meldet man sich bei einer Kontrollstelle Die gibt es in jedem Bundesland, und man kann sich aussuchen, welche man wählt. Wenn ihr hier klickt, findet ihr eine Liste aller Kontrollstellen – inklusive Kosten- und Servicevergleich.
  3. Nach den positiv abgeschlossenen Kontrollen (mehr dazu weiter unten) besuchten wir noch einen Umstellungskurs zur Bio-Imkerei. Es ist aber durchaus empfehlenswert, den Kurs schon vor den Kontrollen zu erledigen – vor allem, wenn man noch nicht sicher ist, worauf es beim Bio-Imkern ankommt. Hier lernt ihr genau jene Dinge, auf die auch die Kontrollstelle achtet, wenn sie euren Betrieb besucht.

Besuch der Bio-Kontrollstelle: Darauf wird geachtet

Die Bio-Kontrollstelle hat uns zweimal besucht: Im August 2020 und im April 2021. Grundsätzlich wird dabei kontrolliert, ob unser Imker-Zubehör in Bio-Qualität ist; außerdem wird eine Wachsprobe aus den Bienenstöcken genommen und untersucht. Konkret sind es folgende Dinge, die kontrolliert werden:

Umstieg zur Bio-Imkerei: Checkliste

  • Wird Bio-Wachs verwendet?
  • Sind die Zargen und Kästen aus Holz?
  • Wird die Varroabehandlung biologisch durchgeführt?
  • Wird die Wachsmottenbehandlung biologisch durchgeführt?
  • Werden Absperrgitter mit runden Stäben verwendet?
  • Kommt bei der Winter-Fütterung nur Bio-Zucker zum Einsatz? (Hier findet ihr eine genaue Anleitung dazu)
  • Ist der Standort der Bienenstöcke so gewählt, dass sie sich möglichst weit weg von nicht biologisch bearbeiteten Landwirtschaften befinden?

 Die Kontrollstelle hatte in unserem Fall nichts zu beanstanden; damit sind nicht nur die Eier unserer Hühner in Bioqualität, sondern nun auch der Honig – und alle unsere Pflanzenbauerzeugnisse (gern schreiben wir auch mal darüber). Wir freuen uns! Wenn ihr Fragen habt, schreibt sie uns gern in die Kommentare. Und wenn ihr unseren Bio-Honig kosten wollt, könnt ihr euch ein Glas bei unserem Honig-Verkaufsstand abholen – alle Infos dazu gibt’s in diesem Beitrag.

Bio-Honig herstellen

Bio-Honig

Wollt ihr mehr über unsere kleine Imkerei und die Herstellung unseres Honigs wissen? Schaut in unsere Kategorie „Imkerei“! Dort findet ihr alles rund um die Bienenhaltung; und viele Ideen, was wir mit dem Honig und Wachs so anstellen: Vom Lippenbalsam zum Honigzuckerl, vom Oxymel bis zum Bienenwachstuch.

 

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